Eigentlich sollte es nur ein kleines Pfingstturnier werden. Am Ende wurde daraus in der Belia Holthausen ein Wochenende, über das noch lange gesprochen werden dürfte.
Die Betreuung hatte zum Kickerturnier eingeladen. Gespielt wurde immer zu zweit — meistens ein Bewohner gemeinsam mit einem Mitarbeiter. Schon bei der Teamvorstellung wurde klar, dass hier nicht bierernst gespielt wird. Mannschaften wie „Die Stangenakrobaten“ oder „Holzbein Überruhr“ sorgten bereits vor dem ersten Ballkontakt für Gelächter.
Für viele BewohnerInnen war Tischkicker völliges Neuland. Entsprechend vorsichtig begann das erste Spiel. Doch je länger das Turnier lief, desto größer wurde die Begeisterung. Aus neugierigen Blicken wurden lautstarke Zuschauer, aus vorsichtigen Pässen plötzlich echte Jubelmomente. Rund um den Kickertisch wurde angefeuert, diskutiert und gelacht.
Besonders eine Teilnehmerin entwickelte sich dabei schnell zum heimlichen Star des Wochenendes: Therapiehund Ronja. Kurzerhand wurde sie zum Turnier-Orakel erklärt. Vor jedem Spiel standen Becher mit den Mannschaftsnamen bereit — und Ronja entschied sich jedes Mal zielsicher für den späteren Sieger. Spätestens nach den ersten richtigen Vorhersagen wurde jeder ihrer Wege genau beobachtet.
Das Turnier lief über zwei Tage und brachte genau das mit, was man sich von einem gemeinsamen Pfingstwochenende erhofft: Stimmung, Gespräche, ehrlichen Spaß und viele kleine Momente, die im Kopf bleiben.
Und weil Ronja beim Kickern offenbar den richtigen Riecher bewiesen hat, wartet schon die nächste Aufgabe auf das tierische Orakel: die Tipps für die kommende WM.
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