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Krefeld: Fahrsicherheitstraining mit der Polizei Krefeld

Krefeld. Der Rollator ist keine Schubkarre. Die Senioren sollen ihn nicht vor sich herschieben, sondern in ihm, also zwischen den Griffen, gehen. Außerdem dürfen sie ihn nicht zu schwer beladen, auf keinen Fall heben und die Handtasche gehört nicht vorne in den Korb.

Das lockt Diebe an. Zwei Bezirksbeamte der Polizei geben den älteren Menschen beim Rollatoren-Training in der Belia Seniorenresidenz viele Tipps in Theorie und Praxis. Letztere findet wegen des unfreundlichen Wetters in einem großen Raum statt.

„Das Ziel ist es, die Teilnehmer mit dem Umgang des Fahrzeugs so vertraut zu machen, dass sie sicher am Straßenverkehr teilnehmen“, sagen Polizeioberkommissarin Ramona Hagens und Polizeihauptkommissar Andreas Lischke vom Bezirksdienst der Krefelder Polizei gestern vor einem großen Kreis von fast 50 interessierten Senioren. Und weil es verkehrssicher sein muss, findet auch eine Überprüfung von Bremsen, Rädern, Griffen und Schrauben statt.

Lischke: „Rüsten Sie nach. Rollatoren können geklaut werden. Versehen Sie Ihr Hilfsmittel mit einem Schloss. Mit einer Fahrradklingel können sich alle bemerkbar machen und Reflektoren – auch an der Kleidung – helfen, gesehen zu werden.“ Hagens ergänzt: „Wichtig ist, helle Kleidung oder wenigstens ein gut sichtbares Accessoire wie einen Stoffbeutel oder einen Rucksack zu tragen.“

Der Rollator ist auch zum Sitzen gut. Hier gibt es ebenfalls ein „gewusst wie“, damit die Senioren sicher Platz nehmen und auch in Fahrtrichtung sitzen. Lischke: „Vor dem Sitzen die Bremsen anziehen und den Kontakt zu den Griffen halten. Wer dann falsch herum sitzt, kann den Rollator einmal um sich herumdrehen und dann Platz nehmen.“

Die Senioren üben es und erhalten von den Mitstreitern Applaus. In einem Hütchen-Parcours wird dann Kurvenfahren geübt. Hier lautet der Tipp des Polizisten, bei einer Rechtskurve die rechte Bremse anzuziehen und umgekehrt. Dann läuft es leichter. „Alle müssen ein Gefühl dafür bekommen.“ Per Bremse wird das Fahrzeug gestoppt, um es vorne hoch zu kippen, wenn eine Bordsteinkante bewältigt werden muss.

Anna Horso ist mit Begeisterung bei der Sache. „Ich freue mich, viel Neues über die Handhabung meines Rollators zu hören“, sagt die 79-Jährige. „Ich habe ein neues Knie und bin nun wieder besser mobil.“ Für Helga Baumert ist es neu, den Rollator besser nicht anzuheben. Das geht in den Rücken und wird abgeschafft. Die 77-Jährige wird die Tochter jetzt auch bitten, Reflektoren zu kaufen – für den Rollator und die Kleidung.

Das Training ist Teil einer Präventionsserie für Senioren, die Sabine Baum, Leiterin der Seniorenresidenz an der Blumenstraße, in Kooperation mit der Polizei ins Leben gerufen hat. So wird es neben dem Rollator-Training zu einem späteren Zeitpunkt Vorträge zu anderen Themen wie Handtaschenraub oder Taschendiebstahl geben.

 

Quelle: Westdeutsche Zeitung, Lokalteil Krefeld vom 05.04.2019. Autor: Chrismie Fehrmann. Foto:  Dirk Jochmann.

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