Menü
brand
Aus der Region für die Region
Ein Teil von mir.
Auf eine gute Zeit.
Mitten im Leben.

Kamp-Lintfort: Pressestimme zum Richtfest am Hölderlinweg

Die „Belia Seniorenresidenz“ wird die fünfte Pflegeeinrichtung in Kamp-Lintfort. Das hauseigene Restaurant soll auch für die Nachbarn öffnen.

Margarete Nurkowski (69) hat ein bisschen Mühe, mit ihrem Rollator über das lehmige Baugrundstück ins Innere des Rohbaus auf dem Hölderlinweg im Gestfeld zu kommen. Aber das Richtfest der neuen Seniorenresidenz in ihrer direkten Nachbarschaft will sich die Dame trotzdem nicht entgehen lassen. Nach der Grundsteinlegung im Juli (wir berichteten) hatte die Belia Seniorenresidenzen GmbH am Donnerstag zum Richtfest geladen – auch die direkten Nachbarn im Viertel.

Mit der Eröffnung der dann fünften Pflegeeinrichtung in Kamp-Lintfort rechnet Joachim Müller, operativer Geschäftsführer der Belia, aktuell für den Sommer 2017. „Obwohl – wenn der Winter weiter so bleibt, könnten wir schneller fertig werden“, sagte Müller am Rande des Richtfestes. Bereits jetzt liegen für die 80 Plätze – ausschließlich in Einzelzimmern – 30 Anfragen vor. Zwei Wohngruppen pro Etage soll es in dem dreigeschossigen Bau geben, dazu ein Restaurant mit Außenterrasse, in dem auch für auswärtige Gäste ein offener Mittagstisch angeboten werden soll. Geplant wird mit eigener Vollküche, eigener Wäscherei und einem Friseursalon, auf dem Außengelände wird unter anderem eine für alle Nachbarn zugängliche Boulebahn angelegt.

Der Bau des Seniorenheims bringt 65 Arbeitsplätze

Die Leitung des Seniorenheims übernimmt Natascha Grzembke (49). „Mir ist es wichtig, ein offenes, freundliches Haus zuführen, in dem sich die Bewohner zuhause fühlen und Kontakt zu den Nachbarn haben“, so die Krefelderin, die derzeit dabei ist, ihr Team zusammenzustellen. Laut Belia entstehen durch den Bau der Seniorenresidenz 65 neue Arbeitsplätze in Kamp-Lintfort. Auch der Kamp-Lintforter Reinhold Spitzer nutzt das Richtfest, um sich umzuschauen und Gespräche zu führen. Er möchte seine demente Mutter, die aktuell in einem Rheinberger Heim lebt, demnächst hier unterbringen. In Rheinberg habe er schon seit langem nach einem Einzelzimmer gefragt, bislang habe man seiner Mutter dort noch keines anbieten können, sagt Spitzer. Die neue Einrichtung am Hölderlinweg biete eine spezielle Pflege für Menschen mit Demenz, außerdem hätte seine Mutter hier das ersehnte Einzelzimmer, so Spitzer. Und: „Für mich wären es nur fünf Minuten bis hierhin.“

Senioren brauchen im Heim eine Rückzugsmöglichkeit

Die Nachfrage nach Einzelzimmern in Senioreneinrichtungen ist hoch – in NRW ist sie bald zusätzlich gesetzlich geregelt: Alten- und Pflegeheime müssen ab 2018 für mindestens 80 Prozent der Bewohner Einzelzimmer bereitstellen. „Eine Rückzugsmöglichkeit zu haben ist wichtig“, sagt Natascha Grzembke. Margarete Nurkowski lässt es sich nach dem Festakt am warmem Büffet schmecken. Dass sie hier bald die Möglichkeit hat, im Restaurant zu Mittag zu essen, sei eine tolle Alternative findet die 69-Jährige. Noch koche sie selbst, manchmal lasse sie sich Essen liefern, sagt die ältere Dame. Ob sie sich vorstellen kann, hier einzuziehen? „Nein“, sagt sie, „das ist für mich noch weit weg.“

 

Hier geht's zum Artikel aus der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) vom 09.12.2016.

Hier geht's zur Residenzseite der Belia Seniorenresidenz Kamp-Lintfort!

Hier geht's zur Bildergalerie "Richtfest 2016"!

Hier geht's zum Artikel aus der Rheinischen Post (RP) vom 13.12.2016